Generalvertretung Mark Kirby
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Warum eine Berufshaftpflichtversicherung?

Fehler kann jeder machen, manchmal muss man auch nicht unbedingt selbst der Schuldige sein, um zu Haftung herangezogen zu werden. Es gibt viele Begriffe und Instanzen, auf die man achten muss. Eine kleine Auswahl ist im Folgenden aufgeführt.

Ich kann Ihnen also nur ans Herz legen, sich kompetent beraten zu lassen.

Gesamtschuld

§426 Ausgleichungspflicht, Forderungsübergang

1- Die Gesamtschuldner sind im Verhältnis zueinander zu gleichen Anteilen verpflichtet, soweit nicht ein anders bestimmt ist. Kann von einem Gesamtschuldner der auf ihn entfallende Beitrag nicht erlangt werden, so ist der Ausfall von den übrigen zur Ausgleichung verpflichteten Schuldnern zu tragen.
2- Soweit ein Gesamtschuldner den Gläubiger befriedigt und von den übrigen Schuldnern Ausgleich verlangen kann, geht die Forderung des Gläubigers gegen die übrigen Schuldner auf ihn über. Der Übergang kann nicht zum Nachteil des Gläubigers gemacht werden.

Dokumentation und Bautagebuch

Der Bauüberwacher muss sorgfaltig dokumentieren:
- wann, wo und welche Arbeiten er überwacht,
- getroffene Feststellungen, Anweisungen, Einhaltung der Anweisungen.

Er muss sorgfaltig die o.g. Punkte im Bautagebuch festhalten, ggf. Fotodokumentation.

Gefälligkeit

Wird ein Architekt oder Ingenieur aus Gefälligkeit für einem Auftraggeber tätig, können aus einem solchen Gefälligkeitsverhältnis Schadenersatzansprüche entstehen.

Übernimmt ein Architekt oder Ingenieur gefälligkeitshalber die Überwachung eines zu errichtenden Objektes, haftet er angesichts der übertragenen wirtschaftlichen Bedeutung einer sorgfältigen Bauüberwachung nach denselben Maßstäben wie ein vertraglich mit der Bauüberwachung Beauftragter

Verjährung der Ansprüche gegenüber dem Planer

Grundsatz:                         zwei Jahre, § 634 a Abs. 1 Ziff. 1 BGB
Bei Bauwerken:                fünf Jahre § 634 a Abs. 1 Ziff. 2 BGB
Beginn:                                jeweils mit der Abnahme des Werkes, das ist beim Planer des
                                             geistigen Werkes i.d.R. die vorbehaltlose Zahlung der
                                             Schlussrechnung
.
Arglistiges Verschweigen: regelmäßige Verjährung drei Jahre nach Kenntnis vom Schaden und vom Schädiger oder: 10 Jahre


Berufsbildklausel

Die Berufshaftpflicht ist nicht versichert, wenn der Versicherungsnehmer Verpflichtungen übrnimmt, die über das im Antrag beschriebene Berufsbild hinausgehen.
Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Versicherungsnehmer:

- Bauten ganz oder teilweise im eigenen Namen für eigene Rechnung erslellen lässt,
- selbst Bauleistungen erbringt,
- Baustoffe liefert.

Deckungsschädlich sind Beteiligungen des Versicherungsnehmers an:
- bauausführende Firmen,
- Baustofflieferanten,
- Bauen auf eigene Rechnung.

Dies gilt auch für Beteiligungen des Ehepartners.

Im Versicherungsschein beschriebenes Berufsbild

Der Versicherungsnehmer hat Versicherungsschutz für das im Versicherungsschein/Antrag beschriebene Berufsbild.
- Maschinenbauingenieur darf keine Architektenleistung erbringen,
- Architekt darf keine anlagenbautechnischen Planungen erbringen.

usw...

Ausschluss bewusster Pflichtwidrigkeit

„Ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind Ansprüche wegen Schäden, die der Versicherungsnehmer oder ein Mitversicherter/Repräsentant durch ein bewusst gesetzes-, vorschrifts- oder sonst pflichtwidriges Verhalten verursacht haben.“


- Verstoß gegen Elementar- und Primitivwissen, z.B. Bauen ohnen Baugenehmigung,
- Ignorieren einschlägiger DIN-Normen.

Enthaftungsvereinbarungen

Der Bauherr möchte, dass das Bauvorhaben entgegen der DIN 18195 ohne weiße Wanne ausgeführt wird.
Der Versicherungsnehmer weist darauf hin, dass ohne weiße Wanne Feuchtigkeitsprobleme im Keller auftreten können. -> Bedenken anmelden!
Zur Wahrung des Versicherungsschutzes sollte sich der Versicherungsnehmer von dem Vorhaben distanzieren. Sollte dies aber nicht möglich sein, sollte eine schriftliche Enthaftungsvereinbarung mit dem Bauherrn geschlossen werden.
Achtung:
Diese Vereinbarung führt lediglich dazu, im Haftungsverfahren bessere Abwehrchancen zu haben. Versicherungsschutz bringt dies Vereinbarung nicht ein.
Es bestehen sehr hohe Anforderungen an die Enthaftungsvereinbarung. Der Architekt / Ingenieur muss konkret und dezidiert auf die einzelnen möglichen Risiken hinweisen.

Vertragserfüllung

Die Erfüllung von Verträgen ist nicht Gegenstand der Haftpflichtversicherung.

1. Ein konstruktives Werkzeug weist einige Fehler auf und muss nachgebessert werden. Der hierfür notwendige Konstruktionsaufwand ist nicht versichert.
2. Versicherungsnehmer übersieht bei der Bauüberwachung Ausführungsfehler. Nach 3 Jahren treten Mängel auf. Die nochmalige Überwachung der Sanierungsarbeiten wird nicht vergütet. Beauftragt der Bauherr einen anderen Ingenieur mit dieser Leistung, sind auch diese Kosten nicht versichert.

Ihre Ansprechpartner

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mark-howard.kirby@hdi.de

 

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Hilfe im Schadenfall

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